Musikwerke

Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 UrhG schützt das Urheberrecht „Werke der Musik als Werkart.

Musik ist jedoch kein klarer Begriff. Das Urheberrecht versteht die Werke der Musik als eine komponierte Tonfolge. Durch welche Tonquelle die Töne selbst produziert werden, ist dabei unerheblich. Es kann sich um die menschliche Stimme, Musikinstrumente, elektronische Geräte, aber auch um Tier- und Naturgeräusche handeln. Unabdingbar ist allerdings, dass diese Töne von Menschenhand arrangiert sind. Sonst wären Sie gar nicht schutzfähig, denn das Urheberrecht schützt nur, was Menschen erschaffen haben.

Als Musik versteht das Urheberrecht eine komponierte Tonfolge unabhängig von dem Wiedergabemedium.

Wie bei Sprachwerken ist auch hier die Fixierung, also die greifbare Niederschrift bzw. Aufnahme, für den urheberrechtlichen Schutz nicht erforderlich. Werke der Musik sind beispielsweise Opern, Sinfonien, Filmmusik, Jazz, Pop, und Schlager.

Die schöpferische Leistung ergibt sich z.B. aus der Gestaltung der Melodie, des Arrangements aber auch aus der Instrumentalisierung oder die Rhythmisierung. Auf einen besonderen hochwertigen künstlerischen Gehalt kommt es nicht an. Das Urheberrecht macht also keinen Unterschied zwischen einem Kinderlied und einer Oper.

Ein Unterschied im Gehalt des Werkes macht das Urheberrrecht nicht. Eine Oper genießt den gleichen Schutz wie ein Kinderlied.

Einzelnen Tönen und Akkorden eröffnet sich noch kein urheberrechtlicher Schutz, diese müssen im Interesse der Allgemeinheit allen zugänglich sein.