Lichtbildwerke – Fotografie

Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 5 UrhG schützt das Urheberrecht „Lichbildwerke als Werkart.

Lichtbildwerke sind bekannter unter der Bezeichnung Fotografien und durch das Urheberrecht geschützt. Aufgrund der einfachen Möglichkeit Fotografien anzufertigen, werden jedoch erhöhte Maßstäbe an die geforderte Schöpfungshöhe gestellt. Somit genießt nicht gleich jede Fotografie den Status eines Lichtbildwerkes.

Nicht jede Fotografie ist auch ein Lichtbildwerk. Es wird immer eine gewisse Schöpfungshöhe gefordert.

Fotografien welche die Schöpfungshöhe nicht erreichen sind jedoch nicht ganz schutzlos. Diese gelten als Lichtbilder und werden gemäß § 72 UrhG geschützt. Hierbei haben sie jedoch nur sogenannte verwandte Schutzrechte.

Praktischer Unterschied zwischen dem Schutz von Lichtbildwerken und einfachen Lichtbildern, ist die Schutzfrist. Der Schutz für Lichtbildwerke erlischt, wie bei allen Werken, gem. § 64 UrhG siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers. Einfache Lichtbilder sind nicht so lange geschützt. Hier hält der Schutz nur 50 Jahre ab Erscheinen (näher § 72 III UrhG).

Ein Unterschied zwischen Lichtbildern und Lichtbildwerken ist die Schutzfrist.

Die Abgrenzung zwischen den beiden gelingt jedoch nicht so einfach. Da eine Fotografie immer abhängig von technischen Hilfsmitteln und Gesetzen der Optik ist, bleiben dem Fotografen weniger Möglichkeiten gestalterisch tätig zu werden, als z.B. dem Maler. So fällt dann auch eine Abgrenzung zu der geforderten Schöpfungshöhe relativ schwer.

Dem Fotografen stehen letztlich als gestalterische Ausdrucksmittel u.a. die Auswahl des Bildausschnittes, die Brennweite des Objektivs, die Schärfentiefe, das Aufnahmeformat sowie gewisse Aufnahmematerialien. Nutzt der Fotograf diese, um das Endresultat zu prägen, wird man in der Regel von einem Lichtbildwerk ausgehen. Dabei kann ein Lichtbildwerk in allen Bereichen der Fotografie entstehen, sei es die Presse- und Reportagefotografie oder die eines Laien.